Wertpapierdepot bei der HypoVereinsbank

Wertpapierdepot bei der HypoVereinsbank

HypoVereinsbank Broker

Die Hypovereinsbank wurde im 19 Jahrhundert gegründet und gehört zu den fünf größten Banken Deutschlands.

Sie wurde ehemals als bayrische Staatsbank gegündet, gehört aber seit dem Jahr 2005 zu der UniCredit.

Zu den Kunden gehören neben Privatkunden auch Firmen, Immobilieninvestoren und vermögende Anleger.

Während viele der 25 Millionen Kunden über ein Girokonto verfügen, ist ein Wertpapierdepot bei der Hypoverinsbank nur wenig verbreitet.

 

Wertpapierdepot auf einen Blick

  • große Auswahl an Wertpapieren, allerdings vorwiegend Derivate und keine Basiswerte
  • Depot erst nach Girokonto verfügbar und soll unter Beratung geführt werden
  • hohe Kosten: Order 30+ Euro, jährliche Gebührenpauschale (ca. 20+ Euro) sowie Kosten auf das Depotvolumen (ca. 5%)
  • schlechter Ruf des Kundenservice, aber Alleinstellungsmerkmal druch attraktive Videoberatung
  • Einlagensicherung 100.000 Euro, 20% freiwillige Sicherung in Einlagensicherungsfonds, Tan Verfahren
  • Onemarkets als „verstecktes Depot“, einfaches Design aber Gefahr der Überforderung durch seltsamen Aufbau mit zahlreichen Derivaten aber keinen Basiswerten, Onemarkets App
  • Videoberatung, Blog sowie TV Sender von Onemarktes, 1% Prämie bei Depotwechsel ab 100000 Depotwert
  • Handel und Wertpapierauswahl 50% 50%
  • Depotführung 50% 50%
  • Kostenübersicht 50% 50%
  • Beratung und Service 50% 50%
  • Besonderheiten 50% 50%
  • Risiko und Sicherheit 50% 50%
  • Mehrwert und Wissensvermittlung 50% 50%
  • Benutzerfreundlichkeit 50% 50%

Wertpapierauswahl

Das Wertpapierangebot der HypoVereinsbank wirkt auf den ersten Blick recht außergewöhnlich. Die HypoVereinsbank wirbt nämlich nicht direkt für ein Wertpapierdepot. Dieses kann ausschließlich erst nach Eröffnung eines Girokontos separat eröffnet werden. Stattdessen bietet die HypoVereinsbank vorgefertigte Anlageprodukte, in die je nach eigener Risikobereitschaft und Wohlbefinden in gemeinsamer Absprache mit einem Finanzberater investiert werden kann.

Aktien

Bei Aktien handelt es sich um Anteile eines börsennotierten Unternehmens.

Anlagezertifikate

Ein Anlagezertifkat gehört zu den Derivaten und bezeichnet ein Wertpapier, das die Wertentwicklung eines Basiswert wie beispielsweise einer Aktie oder eines Rohstoffs nachbildet.

Anleihen

Eine Anleihe bezeichnet ein festverzinslichstes Wertpapier, bei dem der Besitzer zu einem bestimmten Zeitpunkt Recht auf

ETFs

Elektronisch verwaltete Fonds, die möglichst genau einen Index nachbilden sollen.

Fonds

Bei einem Fonds handelt es sich um eingezahltes Kapital von Privatpersonen, das von einem Fondsmanager möglichst renditestark verwaltet werden soll.

Neuemissionen

Bei Neuemissionen spricht man von Aktien oder Anleihen, die neu vom Unternehmen höchstpersönlich ausgegeben werden. Dies geschieht beispielsweise bei einem Börsengang oder einer Kapitalerhöhung.

Optionsscheine und Knock Outs

Zeitlich begrenzte Rechte, welche dem Besitzer ermöglichen, eine Aktie innerhalb der Laufzeit zu einem bestimmten Preis, dem Basispreis zu kaufen oder zu verkaufen.

Rohstoffe (ECTs)

Börsengehandelte Edelmetalle oder Rohstoffe, deren Preis sich an einem Preis für eine Sofortlieferung des Rohstoffes oder dem Preis für eine Lieferung in der Zukunft richtet

Depotführung

Zum Depot gibt die HypoVereinsbank ohne Beratungstermin nur wenig bekannt. Jedoch handelt es sich egal um welches HVB Depot es sich handelt, um kein kostengünstiges Depot. Im Gegensatz zu vielen anderen Banken gibt es eine jährliche Pauschale für die Depotführung (ca. 20+ Euro). Zusätzlich gibt es noch Kosten für die Giro- und Wertpapierwahrung, die mit etwa 5 %  auf das Depotvolumen stark zu Buche schlagen.

Auch der Kauf und Verkauf von Wertpapieren ist recht teuer. Es gibt eine Orderpauschale von 1 %, das Mindestentgelt für eine Transaktion von Aktien beträgt jedoch 30 Euro. Andere Wertpapierarten verbuchen sogar ein doppeltes Mindestentgelt. Geworben wird insbesondere mit dem Depot Global. Hierbei soll in Zusammenarbeit mit Finanzexperten ein Portfolio nach den eigenen Wünschen erstellt werden.

Die Idee dahinter ist durch Hilfestellungen eines Experten alleine ein erfolgreiches Depot zu führen. Dieses Aushängeschild der HypoVereinsbank verzichtet auch auf Kosten bei sogenannten abgesprochenen Transaktionen mit dem Experten. Dafür fallen geringe prozentuale Gebühren jährlich an, die ein Mindestentgelt von beachtlichen 1666 Euro benötigen. Also nichts für Kleinanleger und frühstens erst ab einem Depotwert von über 100.000 Euro sinnvoll.

Preis und Leistungsverhältnis

Depotwechsel

Der Depotwechsel funktioniert bei der HVB ebenfalls laut deutschem Gesetz kostenlos. Für das beworbene HVB Depot Global gibt es eine Depotwechselprämie von 1%, das Depot muss dabei aber mindestens 100.000 Euro groß sein.

Kostenübersicht

Die Hypovereinsbank überzeugt nicht durch günstige Gebühren.

HVB Inland Wertpapierkonditionen
HVB Ausland Wertpapierkonditionen

Beratung und Service

Da bei der HypoVereinsbank der Fokus auf dem Wertpapierhandel mit Absprache des Beraters liegt, sollte dieser hier besonders gut sein. Leider haben wir festgestellt, dass bis auf lange treue Kunden, ein Großteil der Kunden schon Probleme mit dem Kundendienst hatte. Problematisch ist insbesondere der Telefonrückrufservice sowie Probleme bei der Erreichbarkeit.

Besser funktioniert die Beratung in der Filiale, für ein gutes Gespräch mit ausreichend Zeit sollte allerdings ein Termin beantragt werden. Lobenswert sind etwaige Videocalls mit bereits bestehenden Kunden, die bequemer sind und dem Kunden mehr Zeit als im Filalbertieb bereitstellen. Durch Onemarkets, welche allerdings nicht von der HVB verlinkt wird, können sich auch ohne Finanzberater Informationen beschafft werden.

Risiko und Sicherheit

Auch die HypoVereinsbank unterliegt der Einlagensicherung von 100.000 Euro. Zusätzlich ist die HVB Mitglied der freiwilligen Sicherung des Einlagensicherungsfonds, worüber 20 % des haftenden Eigenkapitals der Bank geschützt sind. Transaktionen werden ebenfalls geschützt und funktionieren per mobilem TAN Verfahren.

Mehrwert der HypoVereinsbank

Es gibt zwar kein Musterdepot, jedoch bietet der eigene Blog sowie ein eigener Fernseher sehr viele Informationen rund um den Wertpapierhandel. Zusätzlich werden noch Webinare sowie Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Die meisten Angebote sollten unserer Meinung genutzt werden, sodass, falls wirklich noch kein Vorwissen zu Wertpapierhandel besteht, beim Gespräch mit dem Finanzberater mitreden kann.

 

Benutzerfreundlichkeit

Die HypoVereinsbank verfügt leider über eine unterdurchschnittliche Benutzerfreundlichkeit. Der Aufbau der Webseite ist zwar einigermaßen modern, eine klare Struktur ist jedoch nicht zu erkennen. Erst nach wenigen Minuten wird überhaupt klar, dass die HVB gar kein eigenes Depot bewirbt, eine Erkenntnis, die klarer kommuniziert werden sollte.

Nach weiterer Recherche erfährt man, dass es sich bei Onemarkets um das Depot der HVB handelt. Auf den ersten Blick wirkt der Broker sehr simpel, auf den zweiten Blick fällt jedoch auf das es hier ein sehr begrenztes Handelsangebot gibt oder die Suchfunktion schlichtweg nicht funktioniert.

Als Beispiel wurde nach der Apple Aktie gesucht: 400 Ergebnisse, aber keine Aktie, sondern nur komplexe oder an der Wertentwicklung partizipierende Wertpapiere. Sehr gewöhnungsbedürftig. Eine onemarkets App gibt es immerhin.

 

Angebote und Besonderheiten

 Die HypoVereinsbank legt besonderen Wert auf Wertpapiere, die nicht aus der Realwirtschaft kommen wie beispielsweise Optionen oder Hebelprodukte. Des Weiteren bietet die HVB kein Depot zur wirklichen Selbstführung an, alles ist auf einen engen Austausch mit einem Berater gelegt,

Lobenswert sind die Videoberatungen, die tatsächlich einzigartig sind und einen guten Kundenservice bieten. Ebenfalls überzeugt der Blog sowie der TV-Sender aufgrund des Alleinstellungsmerkmals. Eine für Kleinanleger uninteressante Prämie von 1 % des Depotwerts gibt es ab 100000 Euro Depotvolumen.

Vorteile

  • für Anleger, die sehr auf Beratung setzen
  • für vermögende Investoren, die Aktien sehr lange halten

Nachteile

  • sehr hohe Gebühren
  • quasi keine selbständige Anlage möglich
  • teils schlechter Ruf bei bisherigen Kunden (schwacher Kundensevice)

Fazit der HypoVereinsbank