Wie in Gold investieren? - Gold Entwicklung erklärt

Wie in Gold investieren
  • Risiko der Anlage: niedrig
  • Liquidität der Anlage: gering
  • Einsteigerfreundlichkeit: hoch

Aktuelle Investmenteinschätzung: Historisch relativ hoher Preis

Passendes Zitat zu Gold: „Ich wünsche Ihnen, dass Gold nie Ihr bestes Investment ist – denn dann haben wir alle ganz andere Probleme.“ Banker der Royal Bank of Scotland

Das Edelmetall Gold hat schon seit Jahrtausenden hohen Wert bei den Menschen und auch heute spielt die Frage „Wie in Gold investieren“ noch eine große Rolle. Früher wurden Gold und Silber als Währungen verwendet, heutzutage ist Gold gegen Papiergeld ersetzt worden und wird kaum noch für Transaktionen gegen Waren verwendet. Dafür spielt der Aspekt der Werterhaltung vermutlich nun eine größere Rolle als je zuvor, sodass Gold eine beliebte Anlage darstellt.

Gold hat sich erwiesenermaßen über die Jahrhunderte als inflationsgeschützt bestätigt, während der Wert von Papiergeld stetig abnimmt hat die Gold Entwicklung in den letzten 20 Jahren sehr positiv gewesen. Nicht zuletzt hat die Finanzkrise 2008 sowie die Corona-Krise 2020 unser Finanzsystem erheblich geschwächt.

Ein Leitzins von 0 % und die resultierenden Gelddruckmaßnahmen rücken Gold zur Werterhaltung in Zeiten starker Inflation und möglichen Krisen in den Fokus. Gold als Anlage wird immer gefragter, gleichzeitig sehen sich Staaten angegriffen und wollen den Besitz von Gold immer weiter einschränken.

Verschiedene Möglichkeiten, um in Gold zu investieren

An der Gold Entwicklung kann auf verschiedene Wege partizipiert werden. Das geht einerseits über den physischen Besitz von Barren oder Münzen. Andererseits kann ohne tatsächlichen Besitz durch ein ECT wie XETRA Gold virtuell Gold gehalten werden. Wie in Gold investieren, ist auch an der Börse eine oft gestellte Frage.

Mit einzelnen Goldaktien oder einem ETF profitiert man von den Goldproduzenten, die von einem erhöhten Goldpreis profitieren. Mit Gold Zertifikaten lässt sich dagegen mit viel Risiko auf die kurzfristige positive Gold Entwicklung spekulieren und daran zu profitieren.

Goldbarren

Die wohl offensichtliche Möglichkeit zur Goldanlage besteht in Form von Goldbarren. Goldbarren sind in der Regel reiner und in Größen von 1g bis zu mehreren Kilogramm erwerbbar. Im Gegensatz zu Münzen kann eine größere Menge Gold so in gleicher Einheit und Feinheit gelagert werden. Aufgrund ihrer Barrennnummer können Goldbarren bei einem Diebstahl schnell identifiziert werden.

Ab einer bestimmten Größe können auch gewünschte Graviaturen oder bei den Goldbarren durch einen Barcode eine besonders hohe Fälschungssicherheit erlangt werden. Goldbarren können zu Hause oder in einem Bankschließfach gelagert werden. In jedem Fall wollen Besitzer von physischem Gold schnellstmöglich darauf zugreifen können.

Im Vergleich zu Münzen kann eine große Menge Kapital in Goldbarren also relativ kosteneffizient und platzsparsam sein, Transaktionen damit gestalten sich aber eher schwierig. Der Preis eines Goldbarrens einer Unze beträgt (Stand Juni 2020) ca. 1520 Euro.

Goldmünzen

Die Alternative zu sehr kleinen Goldbarren sind Goldmünzen. Diese besitzen verschiedene Motive zur Fälschungssicherheit und sind in 1/10, ¼, ½ oder 1 Unze gestückelt.  Prägungskosten einer Goldmünze führen im Vergleich zu Goldbarren meist zu leicht höheren Preisen, bestimmte Motive können aber einen Sammlerwert haben und weit über den eigentlichen Materialpreis hinausgehen.

Zu den wichtigsten Goldmünzen gehört der Krügerrand, Maple Leaf, American Eagle, Panda, Britannia und der Wiener Philharmoniker. Eine Unze Krügerrand kostet (Stand Juni 2020) etwa 1522 Euro. Wertunterschiede gibt es also nicht nur in puncto Größe und Feinheit des Goldgehalts der Münze. Zudem können Goldmünzen als wertvolles Münzgeld verstanden werden, sodass Transaktionen, auch bei Worst-Case-Szenario eines Währungskollaps, recht gut funktionieren.

Gold Aktien

Eine weitere Möglichkeit in Gold zu investieren sind Gold Aktien. Diese betreiben in der Regel Goldminen und profitieren besonders stark bei einem steigenden Goldpreis, da aufgrund technischer Deflation der Goldabbau eher kostengünstiger als teurer wird. Im Gegensatz zu Gold selbst wird hier ein Mehrwert erschaffen. Durch eine kluge Strategie kann eine Goldaktie so auch bei sinkendem Goldpreis eine positive Rendite erwirtschaften.

Im Gegenzug ist eine Aktie als Wertpapier aber auch den Schwankungen der Börse ausgesetzt und muss bei Verkauf mit 25 % versteuert werden, während Gold als Währung nach einem Jahr steuerfrei verkauft werden kann. Zudem können Goldunternehmen theoretisch insolvent gehen, während Gold immer einen gewissen Wert haben wird.

Goldaktien sind deshalb als das risikoreichere Investment mit mehr Potenzial nach oben und unten anzusehen. Zu den interessanten Goldaktien gehören unserer Meinung beispielsweise Agnico Eagle Mines, Kirkland Lake Gold und Royal Gold.

Gold Zertifikate

Gold Zertifikate sind Wertpapiere, die den als Basis den Goldpreis abbilden sollen. Zertifikate werden von Emittenten ausgegeben und sind nichts anderes als Schuldverschreibungen. Der Aufleger des Zertifikats (Bsp. HSBC) verspricht Ihnen den Goldpreis nachzubilden, dafür geben Sie diesem bis zum Verkauf Ihr Geld. Als Gläubiger tragen Sie bei einem Zertifikat das Risiko einer Insolvenz des Emittenten.

Da es sich um ein eigenes Produkt der Bank handelt, ist dieses nicht durch Sondervermögen geschützt, unterliegen aber der 25 % Kapitalertragssteuer. Bei einem hohen Handelsvolumen profitieren Sie also von einem Produkt mit hoher Liquidität, den eigentlichen Aspekt von Gold als „sicherer Hafen in der Krise“ bekommen Sie jedoch nicht.

Die eigentliche Absicht von Goldzertifikaten ist die Spekulation auf einen bestimmten Kursverlauf des Goldpreises und damit nur etwas für professionelle oder spekulative Anleger. Der Markt dafür ist riesig, ob auf steigende, stagnierende Kurse mit oder ohne Hebel und Währungsabsicherung, es sind kaum Grenzen gesetzt.

Goldzertifikate sind also eher etwas für kurzfristige Zocker und sind alles andere als sicher, können aber bei richtiger Einschätzung des Marktes insbesondere mit Hebel in kurzer Zeit hohe Gewinne bedeuten.

Gold ETFs und ECTs wie XETRA Gold

Indirekt kann in Gold auch über ETFs und ECTs investiert werden. ETFs replizieren einen Index auf verschiedene Goldaktien. Wer sich also unsicher ist, welches Goldunternehmen gut performt, partizipiert mit einem Indexfonds direkt an einer ganzen Reihe von Unternehmen. Bei ECTs handelt es sich um Schuldverschreibungen, die mit physischen Rohstoffen besichert sind.

Diese ECTs bilden entweder einen Korb von Rohstoffen oder ausschließlich wie in diesem Fall das Edelmetall Gold ab. Am Bekanntesten ist hier das „XETRA Gold“. Dieser ECT bildet an der Börse den Goldpreis ab. In der Reinform kann man vom Goldpreis hiermit also am günstigsten und mit hoher Liquidität agieren. Wenn Sie also Gold nicht unbedingt physisch besitzen wollen, ist ein ECT aus Gold der direkteste Weg am Goldpreis teilzuhaben.

Dennoch sind ETC kein Sondervermögen, unterliegen also dem Insolvenzverfahren, falls der Herausgeber insolvent geht. Aufgrund der physischen Absicherung mit dem Rohstoff selbst und dem verbreiteten Lieferanspruch besteht zwar eine gewisse Sicherheit, allerdings werden Sie bei einer Pleite wie jeder andere Gläubiger behandelt, sodass keinesfalls eine Garantie durch so eine Absicherung besteht. Besonders an ECTs ist die steuerliche Behandlung wie ein physischer Rohstoff, sodass Gewinne nach einem Jahr steuerfrei sind.

Die Hintergründe des Edelmetalls verstehen

Gold ist seit mehreren Jahrhunderten ein akzeptiertes Zahlungsmittel und hat trotz vielen Schwankungen an Wert zugenommen. Im Folgenden untersuchen wir wie stark die Gold Enwticklung im Vergleich zu anderen Anlagen ist. Zudem informieren wir über Haupteinflussfaktoren auf den Goldpreis.

Gold Entwicklung im Vergleich zu anderen Assets

Als Investor ist die wichtigste Kennzahl die Rendite. Doch wie gut hat die Gold Entwicklung in den letzten 50 Jahren im Vergleich zu anderen Anlageklassen ausgesehen? Eine tolle Grafik der Seite Longtermtrends gibt Aufschluss. Als Anfangsdatum unseres Vergleiches dient der 26. Mai 1970.

Betrachtet wird ein Zeitraum von 50 Jahren bis zum 26. Mai 2020. Abgebildet sind die Edelmetalle Gold und Silber, die Aktienindizes Dow Jones und S&P 500 sowie ein Index mit reinvestierten Dividenden.

Zusätzlich haben wir die Performance der Häuserpreise der USA recherchiert und auf der Seite Investopia eine aufschlussreiche Grafik dazu gefunden.

Insgesamt fällt auf, dass Aktien mit Dividendenberücksichtigung seit 1970 mit einer Gesamtperformance von +12400 % eine beträchtliche Durchschnittsrendite von 10,14 % pro Jahr eingefahren haben.

Gold hat mit einer Rendite von durchschnittlich 8,05 % bei einer Gesamtperformance von +4700 % nicht ganz so gut abgeschnitten. Danach folgen S&P 500 mit 7,55 % jährlicher Rendite und Dow Jones mit 7,33 %.

Den vorletzten Platz belegen Immobilien in Amerika mit einem durchschnittlichen Wachstum von 5,32 %. Das Edelmetall Silber hat insgesamt nur 1235 % gewonnen und liegt mit einer durchschnittlichen Rendite von 4,7 % auf dem letzten Platz.

 

Asset Entwicklung von Mai 1971 bis Mai 2020

Gold: +4700 %

Silber: +896 %

S&P 500: +3711 %

Dow Jones: +3336 %

Aktien mit Dividenden: +12400 %

Immobilienpreise in den USA: +1235 %

(nicht in der Grafik enthalten)

Gold Entwicklung

Was treibt den Preis?

Gold ist als sichere Anlage bekannt. Doch Krisen sind nicht die einzigen Einflussfaktoren auf Gold. Deshalb wollen wir einige weitere Faktoren vorstellen, die den Gold Entwicklung beeinflussen können.

 

Inflationssorgen

Inflation entwertet jährlich Geld. Eine geringe Inflation nehmen die meisten Menschen bedingungslos in Kauf. Bei besonders hoher Inflation aber wird Gold verstärkt nachgefragt und der Goldpreis steigt.

 

Nachfrage der Industrien

Die Schmuckindustrie alleine fragt mehr als die Hälfte der produzierten Goldmenge pro Jahr nach. Auch in der Elektronik und Zahnmedizintechnik wird Gold aufgrund hoher Beständigkeit und Leitfähigkeit verwendet. Steigt in der Industrie die Nachfrage also stetig, zieht auch der Goldpreis an.

 

Begrenzte Menge

Die gesamten Goldreserven der Erde taxieren sich nur auf einen 20,5 Meter Würfel. Neue Goldmengen werden trotz technischer Deflation immer weiterhin schwierig erschlossen. Wächst die Bevölkerung und der Wohlstand schneller als das Angebot, steigt der Goldpreis.

 

Niedriger Leitzins

Ein niedriger Leitzins führt zu minimalen Zinsen auf dem Tagesgeldkonto für Sparer. Diese sind teils sehr risikoavers und sehen in Aktien oder Immobilien ein zu hohes Risiko. Stattdessen wird lieber in eine sichere Anlage wie Gold investiert, um einer Geldentwertung des Sparbuchs durch Inflation gegenzusteuern.

 

Wirtschaftskrisen

Gold ist als sichere Anlage besonders in Krisenzeiten gefragt. Anleger schichten aus risikoreichen Anlagen in beständige und werthaltige Investments wie Gold um, sodass die Nachfrage stark zunimmt. Aus Furcht vor einem möglicher Währungskollaps wird Gold zudem als Transaktionsmittel in Notzeiten gesehen und gewinnt dadurch auch an Nachfrage.

Wie in Gold investieren?

Kurz: Wir sehen Gold als Anlage für Sicherheit. Deswegen prüfen wir alle Goldanlagen selbst in der schlimmsten Wirtschaftskrise mit Bankenpleiten, Börsencrash, Hyperinflation etc. über das mögliche Verhalten.

 

Unserer Meinung nach sollte ausschließlich physisch in das Edelmetall investiert werden. Doch warum sind alternative Goldinvestments weniger sinnvoll? Lediglich physisches Gold bietet wirkliche Sicherheit. Ein Investment mit Sicherheitsgedanke sollte ein Vermögen nicht nur bei einem kleinen Bärenmarkt, sondern auch in der härtesten Krise schützen.

 

Gold ist das beste Investment, wenn die Weltwirtschaft am Boden ist und jeder sein Geld bei sich halten muss. Im schlimmsten Falle kommt es zur Hyperinflation und einer vollkommenen Geldentwertung, sodass mit anderen Dingen wie Sachgegenstände oder eben Gold als Ersatzwährung gehandelt werden muss. Als Anleger muss man sich nun die Frage stellen, ob alternative Goldinvestments diesen Sicherheitsgedanken erfüllen.

Auch Goldaktien sind in einer Krise nicht stabil

Goldaktien leiden wie die gesamte Börse in einer Krise. Die Abschläge werden zwar nicht so gravierend wie der Durchschnitt sein, dennoch wird kein „Wert erhalten“. Fällt die eigene Währung aus, wird eventuell wieder Liquidität benötigt, um Nahrung und andere Dinge zu finanzieren.

Aktien schützen zwar vor einer Geldentwertung, da diese in gleicher Anzahl bestehen bleiben, eine Krisensituation trübt die Börse aber so stark ein, dass ein verkauf nur mit starken Abschlägen möglich ist. Der Sicherheitsgedanke durch Goldaktien in einer schlechten Konjunktur mag zwar stimmen, Sicherheit in einer Krise bieten Goldaktien, Gold ETFs oder Fonds aber nicht.

 

Gold ECTs

Gold ECTs bilden den Goldpreis zwar am günstigsten ab, in einer heftigen Krise sind hierbei jedoch auch Sicherheitsbedenken berechtigt. Das Gold ist zwar durch Rohstoffe abgesichert, trotzdem besitzt man es nur digital. Das hat in normalen Zeiten nur Vorteile, in der Krise kann dies jedoch zum Verhängnis werden. Soll es lediglich zur Vermögenssicherung dienen, ist eine Pleite des Herausgebers die einzige Gefahr.

Im Worst Case bekommt man danach nur Teile seines Geldes wieder. Verfügt man in einer Krise dagegen über wenig Liquidität, ist ein ECT ein Problem. Hoher Verkaufsdruck, geschlossene Börsen oder eine fast wertlose Währung führen zu Schwierigkeiten im Umtausch. Während physisches Gold gut als Geld in der Krise funktioniert, hat man beim Verkauf des ECTs nur Geld, dass durch die Krise stark entwertet wurde und deshalb nur noch schwer für Transaktionen verwendet werden kann.

Zudem kann Geld in kurzer Zeit nur durch Hyperinflation nur noch die Hälfte wert sein, sodass ein ECT ohne eine Pleite des Herausgebers gut zur Werterhaltung dient, beim Verkauf aber nur bedingt Liquidität schafft, da es in Geld getauscht, schnell entwertet wird.

 

Gold Zertifikate

Gold Zertifikate sind unserer Meinung nach nur etwas für Profis oder Spekulanten in diesem Bereich. Durch richtige Einschätzung und gutes Timing kann ein Depot vor einer Krise abgesichert werden, als ernsthaftes 10 % Investment eignen sich Zertifikate aber nicht. Wer sich vertut oder sich schlicht in der Zeit verschätzt, kann viel Geld verlieren. Zertifikate bergen also keine Sicherheit, sondern erst einmal Risiko.

Dieses wird noch dadurch verstärkt, dass es keinerlei Absicherung dieser Wertpapiere gibt. Bei einer Pleite des Herausgebers, nicht unwahrscheinlich in einer heftigen Krise, droht ein Totalverlust. Auch eine Liquidierung gestaltet sich schwierig. Wer also Liquidität in einer Krise braucht, muss einerseits hoffen noch verkaufen zu können und andererseits zuversichtlich sein, dass die eigene Währung noch keiner starken Inflation unterliegt.

Verwendung als Portfoliobeimischung

Gold eignet sich nicht als Einzelinvestment. Wie bereits in der Grafik zuvor abgebildet, bringen Aktien langfristig eine deutlich bessere Rendite. Auch die durchschnittliche Volatilität von Gold ist nicht viel geringer als die eines weltweiten Aktienindizes wie dem MSCI World. Aber Gold hat sehr wohl positive Aspekte. Einerseits hat Gold, insbesondere in Zeiten von Niedrigzinsen, keine schlechte Rendite eingebracht.

Andererseits entwickelt sich ein Goldinvestment während einer Krise auch deutlich besser als Aktien oder andere Assets. Deshalb ergibt es Sinn, etwa 10 % seines Vermögens in Gold zu investieren. Dadurch wird die langfristig zu erwartende Rendite eventuell minimal reduziert, das Portfolio ist in Krisenzeiten aber erheblich ausgeglichener und die Portfoliovolatilität sinkt. Zusätzlich kann der Goldbestand in der Krise veräußert werden, sodass davon sehr günstig stark gefallene Assets gekauft werden können.

Drei Regeln für den Kauf

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Physische Variante bevorzugen

Gold soll als Sicherheit in Krisen dienen, vor Geldentwertung und Enteignung durch den Staat schützen. Im Notfall sollte Gold für Transaktionen also physisch vorliegen.

Gewichtung bei maximal 10%

Gold selbst schafft keinen Mehrwert. Hauptgrund der Anlage ist Sicherheit, andere Anlagen haben eine höhere Rendite. Gold sollte deshalb nur 10 % des Portfolios ausmachen.

Einen günstigen Einstieg finden

Gold steigt tendenziell, der Markt läuft aber auch gerne einmal heiß. Versuchen Sie deshalb Korrekturen im Preis für den Goldkauf zu nutzen und kaufen Sie nicht zu Höchstständen.

Welche Risiken sind zu berücksichtigen?

Technische Deflation

Unsere Technik entwickelt sich ständig weiter, der Goldabbau wird deshalb effizienter. Theoretisch gibt es natürlich nur begrenzt Gold (20,5 m x 20,5 m Würfel), doch es wird wohl noch viele Jahrzehnte dauern bis sämtliche Vorkommen ausgeschöpft sind.

Zudem könnten die gravierenden Fortschritte in der Luftfahrt dazu führen, dass Gold auch außer planetar abgebaut werden könnte, wo die Reserven unendlich sind und nur die richtige Technik benötigt werden würde. Für den kurzfristigen Investor sind diese Überlegungen nicht ganz so wichtig, der langfristige Investor sollte das aber im Hinterkopf behalten.

Kursschwankungen

Das vermutlich größte Risiko von Gold sind die Kurschwankungen. Über die Jahrzehnte schwankt Gold, nämlich stärker als ein durchschnittliches Aktiendepot. Wer zu einem unglücklichen Zeitpunkt einsteigt, kann eine sehr lange Zeit keine positive Rendite erwirtschaften.

Spezielle Risiken

Goldaktien und Gold ETFs:

Neben den täglichen Kursschwankungen der Börse setzt eine wirkliche Wirtschaftskrise der Börse und damit Goldaktien sicherlich mehr als dem Goldpreis selbst zu.

Auch eine Insolvenz durch Misswirtschaft der Geschäftsführung eines Goldunternehmens ist theoretisch möglich.

Ein Gold ETF ist von einer einzelnen Pleite eines Unternehmens aus dem Index dagegen kaum betroffen. Zusätzlich sind ETFs wie Aktien Sondervermögen und damit abgesichert.

Auch der schlechte Ruf von synthetischen ETFs ist unberechtigt, da auch hier ein Trägerportfolio den Indexfonds vollständig absichert.

Gold ECTs:

Gold ECTs verfügen über eine physische Absicherung bei einer Insolvenz des Herausgebers mit dem Rohstoff selbst.

Trotzdem ist dies keine 100 % Absicherung, da Sie beim Insolvenzverfahren wie jeder andere Gläubiger behandelt werden.

Deshalb werden Sie eventuell trotz der eigentlichen Absicherung einen Teil Ihres Kapitals nicht wiedersehen und es stattdessen zu einer gerechten Aufteilung des übrig gebliebenen Kapitals kommt.

Gold Zertifikate:

Gold Zertifikate unterliegen einem hohen Risiko. Insbesondere gehebelte Produkte können schnell zu riesigen Kursverlusten führen.

Immerhin gibt es keine Nachschusspflicht wie bei Futures. Des Weiteren gehören Gold Zertifikate nicht zum Sondervermögen, bei einer Insolvenz ist ein Totalausfall des Zertifikats also nicht unwahrscheinlich.

Welche Chancen ergeben sich?

Das Edelmetall ist wertstabil und schützt vor Inflation

Physisches Gold ist ein Edelmetall, das bereits vor 1000 Jahren einen hohen Wert hatte und noch heute zu den wertstabilsten Rohstoffen der Welt gehört. Zudem hat es über die Jahrhunderte stetig an Wert gewonnen, während zahlreiche Währungen durch die Inflation teilweise komplett entwertet wurden.

Negative Korrelation zu Aktien

Gold ist eine interessante Portfoliobeimischung. In der Regel besteht eine negative Korrelation zu Aktien und vielen anderen Assets. Herrscht Aufschwung und Euphorie an der Börse, wird Gold kaum nachgefragt und sinkt im Preis. Kommt es dagegen zu Schwankungen und unsicheren Bärenmärkten, steigt der Goldpreis. Dadurch werden Schwankungen im Depot minimiert. Zudem kann Gold im Notfall auch in der Krise veräußert werden, falls Liquidität benötigt wird.

Das Edelmetall ist krisensicher

Gold in Form von Barren oder Münzen gehört zu den sichersten Assets während einer Krise. Kommt es zu einer großen Krise fällt ein Großteil aller Anlageklassen, lediglich Gold als Krisenwährung verhält sich stabil.

Im Falle einer Hyperinflation wird physisches Gold zur Währung Nummer 1 und wird stark nachgefragt. Im Notfall findet man für Gold dann immer einen Abnehmer und kann sich mit Nahrung und anderen wichtigen Gütern versorgen, wenn Geld keinen Wert mehr hat.

Kein Ausfallrisiko

Gold ist ein Asset ohne Ausfallrisiko. Während Aktien, Anleihen oder normale Währungen aufgrund unterschiedlichster Gründe pleitegehen können, ist Gold nicht von Dritten abhängig. Physisches Gold war schon immer begehrt und ist nur begrenzt vorhanden, sodass auch weiterhin ein gewisser Wert bestehen wird.