Geldanlage Vergleich - Sinnvolle Geldanlagemöglichkeiten erklärt

Sinnvolle Geldanlage erklärt

Das Wichtigste zur Geldanlage in Kürze:

– Voraussetzung einer sinnvollen Geldanlage: Schulden bezahlen, Langfristig Geld anlegen, Chancen Risiko Verhältnis beachten und Diversifikation nutzen

– 5 Schritte zur erfolgreichen Geldanlage

– Auswirkungen von Geld und Kapital auf die Geldanlagemöglichkeiten

– eigene Portfoliozusammensetzung finden – konservativ, gemischt und wachstumsorientierte Anlage

Geldanlage Vergleich: alle Arten der Geldanlage mit Einordnung nach Risiko, Rendite, Liquidität und Portfoliogewichtung

– Umschichtung der jeweiligen Portfolios

Mittlerweile gibt es keine hohen Zinsen mehr auf Tagesgeld Konten. Viel mehr herrscht lediglich eine inflationsbedingte, negative Verzinsung von -3 % jährlich. Deshalb ergibt es heutzutage Sinn, sein Geld anzulegen. Mit der großen Auswahl von Aktien, Anleihen, Gold, Immobilien, Kryptowährungen oder P2P Krediten und weiteren Möglichkeiten, will man keinen Fehler bei der Geldanlage machen.

Da unser Bildungssystem uns den Umgang mit Geld nicht lehrt, ist man als Einsteiger oft überfordert und gibt entweder auf oder sucht sich Rat beim Bankberater. Auch wenn man oftmals schlauer zurückkommt, zahlt man dennoch die hohen Gebühren der Filialbanken, die einen geldtechnisch erst einmal zurück anstatt voranbringen. Deshalb raten wir: „Lass nie jemanden zwischen dich und dein Geld“.

Und das ist gewiss kein Hexenwerk. Durch ein wenig Engagement und Wissensaneignung können Sie bereits in einer Stunde schlauer als nach dem Gespräch mit einem Banker sein. Und das sollte es Ihnen Wert sein. In Zukunft können Sie dann nämlich angebliche Super Angebote von Tagesgeldkonten mit wenigem Prozent Zinsen oder kostenintensive Finanzprodukte dankend ablehnen.

Kurzfristige Geldanlage

Kurzfristige Geldanlage

Wer sein Geld nur für wenige Monate oder ein Jahr anlegen will, erfährt hier mehr über sinnvolle kurzfristige Geldanlagen.

Mittelfristige Geldanlage

Mittelfristige Geldanlage

Wer sein Geld ein paar Jahre anlegen will, findet hier verschiedene Strategien für sinnvolle Geldanlagen mit mittelfristigem Anlagehorizont.

Langfristige Geldanlage

Langfristige Gelanlage

Wer sein Geld langfristig anlegen will, findet hier alle nötigen Informationen zu sinnvollen und langfristigen Geldanlagen.

Regeln zum Start einer sinnvollen Geldanlage

Schulden bezahlen

Schulden haben nur in sehr wenigen Ausnahmen einen positiven Effekt. Deshalb sollten Sie als ersten Schritt der Geldanlage, ihre Schuldenlast so stark wie möglich reduzieren und nach Möglichkeit schuldenfrei werden.

Egal ob es sich um eine Baufinanzierung, einen Dispokredit oder Konsumkredite handelt, alle führen zu einer negativen Rendite. Sie müssen also mehr Kapital, als Sie sich ausgeborgt haben, zahlen. Das ist der genau gegenteilige Effekt einer Geldanlage.

Bei einer sinnvollen Geldanlage soll das eingesetzte Kapital später mehr Wert sein und damit eine positive Rendite erwirtschaften. Die negative Rendite von Schulden müsste also geringer, als die positive Rendite einer Geldanlage sein, um einen positiven Nutzen zu erlangen.

Da dies aufgrund der hohen negativen Renditen, insbesondere bei Dispokrediten, sehr schwierig ist, sollten zunächst alle Schulden abgebaut sein. Aber auch, selbst wenn mit Schulden eine positive Rendite erwirtschaftet wird:

Die negative der Schulden reduziert den Gewinn der Geldanlage dann auf ein so geringes Level, dass selbst eine geringe positive Rendite ohne Schulden höher wäre.

Diversifikation nutzen

Mit Diversifikation ist die Aufteilung des kompletten Geldes gemeint. Es ist sinnvoll sein Geld in viele verschiedene Bereiche aufzuteilen, damit es nicht zu einem Totalverlust kommen kann.

Wer alles auf eine Karte setzt, riskiert bekanntlich viel. Deswegen sollte man lieber auf die richtigen Pferde setzen.

Wer also schon stark in sicheren Anlagen wie Tagesgeld investiert ist, kann bedenkenlos auch in renditestarke Investments wie Aktien investieren.

Wer stark in Aktien investiert ist, sollte auch Geld in sicheren Anlagen haben. Man sollte also nie sein komplettes Kapital anlegen, während es genauso falsch wäre kein Kapital anzulegen.

Liquide Mittel bei plötzlichen Gehaltsausfällen, Kosten oder in einer Krise sind nicht weniger wichtig wie renditestarke Investments.

Je nach Anlagehorizont, Risikoeinstellung und Kapitaleinsatz sollte man für sich selbst die goldene Mitte finden.

Langfristig Geld anlegen

Eine langfristige Anlage bietet im Vergleich zu einer kurzfristigen Anlage einen entscheidenden Vorteil. Wer Geld anlegt, will den Zinseszinseffekt für sich nutzen und seine Gewinne wieder reinvestieren. Dieser ist mit einer Exponentialfunktion vergleichbar.

Zunächst gibt es nur einen langsamen Anstieg, der immer schneller ansteigt und schließlich steil nach oben verläuft. Je länger die Geldanlage besteht, desto größer wird am Ende der Gewinn sein.

Deshalb sollte so früh wie möglich und so lange wie möglich investiert werden. Zudem unterliegen viele renditestarke Investments kurzfristigen Schwankungen. Haben Sie Pech und kaufen gerade zu einem Hoch ein, kann der kurzfristige Verkauf in einer Krise sehr verlustreich sein.

Bleiben Sie aber langfristig investiert, ist es wahrscheinlich das sich Ihr Depot erholt und dennoch eine positive Rendite erwirtschaften. Um das Risiko vom schlechtem Timing zu reduzieren, bietet sich der Cost Average Effekt an.

Cost Average Effekt

Eine Gefahr von vielen Investments sind zudem sogenannte kurzfristige Schwankungen. Ärgerlicherweise können Sie zu genau dem falschen Zeitpunkt investiert haben und es dauert eine Weile bis die negative Rendite sich wieder ins Positive richtet.

Wer langfristig investiert, bleibt von solchen Schwankungen unbeeindruckt. Idealerweise kann Investieren in Tranchen, beispielsweise jeden Monat, verhindern, dass sie zu einem zu hohen Preis einsteigen.

Durch regelmäßiges Investieren kaufen Sie quasi zum Durchschnittspreis und nutzen den Cost Average Effekt.

Verhältnis von Risiko und Rendite beachten

Eine weitere Grundregel ist das Verhältnis von Risiko zu Rendite. Ohne Risiko, gibt es bekanntlich keine Rendite. Das mit mehr Risiko automatisch eine höhere Rendite einhergeht, ist aber falsch. Vielmehr sollte das Risiko so gering wie möglich gehalten werden und trotzdem eine attraktive Rendite erzielt werden.

Ein guter Lösungsansatz dazu ist die bereits beschriebene Diversifikation. Nicht das gesamte Geld sollte angelegt werden, je nach Faktoren aber ein bestimmter Teil. Ziel bleibt es aber eine hohe Rendite einzufahren, jedoch nicht um jeden Preis. Viel mehr sollte eine konstante, aber hohe Rendite mit begrenztem Risiko angestrebt werden.

Dabei sollte die Inflation deutlich geschlagen werden. Laut vielen Studien der Vergangenheit sind 7 % Rendite längerfristig gut möglich. Im Gedächtnis sollte man aber behalten, dass bereits 1 % mehr Rendite mehr jährlich zum Zeitpunkt X irgendwann mehr als Zehntausende Euro mehr bedeuten könnten.

Das spielt insbesondere bei den Kosten eine Rolle: Von jährlichen prozentualen Kosten auf Depotvolumen ist abzuraten, da die Rendite dann um die gleiche Menge gesenkt wird. Auch pauschale Depotgebühren, Orderkosten oder Kosten beim Immobilienhandel.

All diese Kosten senken Ihre Rendite. Versuchen Sie diese also zu minimieren. Das mag vielleicht kleinlich klingen – geringe Veränderungen bei einer Exponentialkurve können später zu deutlich anderen Ergebnissen führen.

Exponentielles Wachstum verstehen

Je höher die Rendite, desto mehr Geld wird verdient. Bei sinnvollen Geldanlagen spricht man von exponentiellem Wachstum:

Eine Rendite von 10 % 20 Jahre lang führt zum Beispiel nicht zu einer Verdopplung, sondern zu mehr als 2,5 Mal mehr Geld als bei einer Rendite von nur 5 %.

Gleiches gilt für die Anlagedauer: Ein 20 Jahre langes Investment mit 10 % Rendite ist nach doppelt so vielen Jahren nicht doppelt, sondern ca. 6,7 Mal soviel Wert.

Aufbau einer Geldanlage

Vom Startkapital bis zur Porfoliozusammensetzung. Wer mit dem Aufbau einer sinnvollen Geldanlage beginnen will, sollte für sich selbst ein Anlageprofil erstellen. Dabei kann er sich folgende Frage stellen: „Wie viel Geld will ich wie lange zu welchem Risiko bis zu welchem Ziel investieren?“

Startkapital und Sparrate bestimmen

Der Anleger muss nun klären, wie viel Kapital der Anleger anfangs für sein Sparziel zurücklegen will. Das können bereits 100 Euro oder auch eine große Summe sein. Je nach Größe des Startkapitals bieten sich manchmal nur eingeschränkte Möglichkeiten.

Damit ist aber meist noch nicht getan. Wer zusätzlich monatlich spart und damit schrittweise sein Startkapital erhöht, zahlt nicht nur mehr ein, sondern hat ab dem Zeitpunkt der Einzahlung auch Zinseinnahmen. Eine Sparrate reduziert die Dauer bis zum angepeilten Sparziel also deutlich.

Verhalten von Startkapital und Sparrate

Je größer das Startkapital, desto größer die Diversifikationsmöglichkeiten.

Je größer das Startkapital, desto größer der Geldbetrag am Ende.

Sparziel festlegen

Als Nächstes sollte einmal das Sparziel des Anlegers geklärt werden. Das kann ein bestimmter Betrag wie etwa 10.000 Euro, ein teures Produkt oder Rücklagen für ihre Rente sein. Es muss kein fixer Zahlenwert sein.

Das Sparziel sollte einen aber darauf vorbereiten, wie die nächsten Jahre gewirtschaftet werden muss, um dieses Ziel zu erreichen. Die Differenz zwischen dem Startkapital + monatliche Einzahlungen sind die Zinsgewinne, welche zum Sparziel führen sollen.

Verhalten des Sparziels

Je höher die Differenz zwischen Einzahlungen und Sparziel, desto schwieriger ist es zu erreichen.

Bei einer ambitionierten Zielsetzung müssen die Faktoren 3. Anlagedauer und/oder 4. Rendite höher als bei einem konservativen Sparziel sein.

Mit welcher Anlagedauer erreiche ich das Sparziel?

Nun sollte die Anlagedauer bestimmt werden. Diese ist abhängig vom Sparziel, also einem Geldbetrag der erreicht werden soll. Eine Anlage von unter einem Jahr wird als kurzfristige Geldanlage angesehen. Bei knapp fünf Jahren spricht man von einem mittelfristigen Anlagehorizont.

Geldanlagemöglichkeiten ab etwa 10 Jahren können als langfristig bezeichnet werden. Grundsätzlich gilt: Je länger man anlegt, desto größer wird der Betrag am Ende sein. Wer also geduldig ist oder sein Sparziel erst in weiter Zukunft erreichen muss, sollte auch langfristig investieren.

Verhalten der Anlagedauer

Je länger die Anlagedauer, desto wahrscheinlicher erreiche ich durch Zinseszinseffekte mein Sparziel

Mit welcher Rendite erreiche ich mein Sparziel?

Die Anlagedauer allein zu betrachten, ist jedoch nicht sinnvoll. Sie ist von dem zweiten Faktor Rendite abhängig. Hiermit ist die jährliche prozentuale Zunahme nach Kosten gemeint.

Diese sollte idealerweise deutlich über der jährlichen Inflation von 3% liegen, da sie in diesem Bereich ihr Geld lediglich vor der Inflation schützen.

Nach statistischen Auswertungen war eine Rendite von 7% pro Jahr bei langfristiger Anlagedauer in den letzten Jahrzehnten an der Börse durchaus realistisch und sollte deshalb angestrebt werden.

Verhalten der Rendite

Je höher die Rendite, desto schneller erreiche ich mein Sparziel.

Selbst Renditesteigerungen um wenige Prozentpunkte führen zu einem deutlich besseren Endwert.

Mit welcher Portfolioaufteilung erreiche ich mein Sparziel?

Theoretische Rechnungen sind immer gut, jedoch werden langfristig gute Renditen nur mit einer klaren Strategie und einer entsprechenden Diversifikation, also Aufteilung der Investitionen erreicht.

Mittlerweile gibt es sehr viele verschiedene Anlageformen, die alle unterschiedliche Eigenschaften in puncto Risiko, Rendite und Liquidität aufweisen. Die Kunst ist es, daraus nun ein Portfolio zu erstellen, welches auf lange Sicht das gesetzte Sparziel erreicht.

Dabei soll es über die Jahre eine bestimmte Rendite X mit möglichst wenig Risiko erwirtschaften. Gleichzeitig soll für Notfälle oder lukrative Phasen auch Liquidität vorhanden sein.

Je nach eigenen Vorlieben, kann grob zwischen einer konservativen, einer gemischten und einer wachstumsorientierten Anlage unterschieden werden. Wer sich unsicher ist, erfährt unter diesem Text, wie das gegebene Kapital oder ein bereits erreichtes Alter sich auf die Wahl der Geldanlage auswirken.

Verhalten der Diversifikation

Je größer die Diversifikation, desto kleiner das Risiko. Eine Streuung auf mehrere Aktien sowie andere Anlageklassen ist sinnvoll.

Ab etwa 10-15 Aktien lässt die Effektivität der Diversifikation nach. Kleinanleger sollten aus Kostengründen nicht zu viele Postionen halten.

Vermögende können problemlos auch mehr als 100 Aktien halten.

Wie sich das Alter auf das Anlageprofil auswirken kann

Auch das Alter spielt eine Rolle bei der langfristigen Entwicklung. Es liegt auf der Hand, dass frühes Investieren Sinn ergibt und junge Menschen langfristig anlegen sollten. Denn das wirkliche exponentielle Wachstum tritt erst mit der Zeit auf. Eine sinnvolle Geldanlage mit 7% jährlicher Rendite würde sich etwa alle 10 Jahre verdoppeln. Bei einem Anlagehorizont von 50 Jahren wären das am Ende etwa 32 Mal soviel wie anfangs investiert.

Je jünger man ist, desto dringender sollte man also langfristig investieren. Aber auch ältere Personen, die in der Regel mehr Kapital haben, können für sich selbst, Kinder oder Enkel bei 7% Rendite in 10 Jahren ihr Vermögen verdoppeln. Diese besitzen meist schon ein größeres Vermögen. Dies macht einen Unetrschied, eine Kapitalverdopplung von 100.000 Euro ist deutlich höher als die eines Studenten mit 1000 Euro.

Es kann also durchaus Sinn ergben, auch als ältere Person zu investieren, da man mit einem gesparten Vermögen genau die steilen absoluten Gewinne erzielen kann, nach denen junge Anleger sich nach 30 Jahren sehnen. Optimal ist natürlich auch eine Geldanlage für zukünftige Generationen, die durch ihre Langrfistigkeit großen Wohlstand erzeugen könnte.

Wie sich das Kapital auf die Anlageform auswirken kann

Eine weitere wichtige Rolle spielt das verfügbare Kapital. Wie bereits festgestellt besitzen junge Menschen meistens weniger Kapital als Ältere. Das muss aber nicht so sein. Fakt ist aber, dass sich das exponentielle Wachstum mit wenig Kapital erst nach vielen Jahren einsetzt. Als zentrale Stellschrauben dienen hier die jährliche Rendite sowie die Anlagedauer. Anleger mit wenig Kapital sollten also längerfristig zu einer hohen Rendite anlegen.

Ihr Depot muss erst einige Zeit wachsen, bis das exponentielle Wachstum große Gewinne abwirft. Menschen mit viel Kapital dagegen egal, ob jung oder alt sollten auch längerfristig anlegen. Aufgrund des erhöhten eigenen Kapitals, kommen große Zinsgewinne aber hier schon deutlich früher als bei einem Anleger mit kaum Kapital. Auch der Faktor Rendite kann anders betrachtet werden.

Die Rendite ein wenig zu reduzieren, um ein größeres Risiko einzusparen, kann von Vorteil sein. Man ist mit seinem Depot nicht auf hohes Wachstum angewiesen und kann konservativer anlegen. Dadurch werden zwar vergleichsweise niedrige Renditen erzielt, die reinen Zinsgewinne können aufgrund des großen Kapitals aber trotzdem sehr hoch sein.

Das Renditedreieck

Geldanlagedreieck

 

Es gibt heutzutage sehr viele verschiedene Geldanlagemöglichkeiten. Wir raten dazu, nicht alles auf eine Karte zu setzen und deshalb zwischen verschiedenen Anlagemöglichkeiten zu diversifizieren.

Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass alle Geldanlagen sinnvoll für einen selbst sein müssen. Im Folgenden werden 16 der bekanntesten Geldanlagen vorgestellt.

Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf das Risiko/Sicherheit, die Rendite, die Liquidität und die maximale Portfoliobeimischung gelegt.

Grundlage unserer Einschätzung ist das Renditedreieck. Jede Geldanlagemöglichkeit kann auf diesem eingeordnet werden, denn die perfekte Geldanlage gibt es bekanntlich nicht.

Unser Geldanlage Vergleich

Festgeld: Kurze bis mittelfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, die gering verzinst werden.

Staatsanleihen: Fest verzinste Wertpapiere bei dem der Staat als Schuldner fungiert.

Tagesgeld: Verzinstes Konto, von dem zu jederzeit Geld abgehoben werden kann.

Physische Edelmetalle: Begrenzt vorkommende Metalle, die nicht korrosieren und physisch gelagert werden.

ETFs (Indexfonds): Elektronisch verwaltete Fonds, die möglichst genau einen Index nachbilden sollen.

Immobilien: Kauf und Vermietung einer Immobilie. Risiko steigt mit der Stärke der Leverage Effekts.

Rohstoffe: Investieren in nichtphysische Rohstoffe, also Wertpapiere, die die Entwicklung eines Rohstoffes nachbilden.

Offene Immobilienfonds: Immobilienfonds, die es auch Kleinanlegern ermöglichen in kleinen Beträgen an Immobilien zu verdienen.

Unternehmensanleihen: Fest verzinstes Wertpapier bei dem das Unternehmen als Schuldner fungiert.

Devisen: Anlagen in Fremdwährungen, die sich lukrativer als die eigene Währung entwickeln sollen.

Aktien: Kauf von Unternehmensanteilen.

Aktienfonds: Fond, der zu großen Teilen in Aktien investiert.

Hedgefonds: Hochriskante, kaum regulierte Fonds, in die die Öffentlichkeit nicht einfach investieren kann,

Kryptowährungen: Digital begrenztes Geld, das als Zahlungsmittel verwendet werden kann.

P2P Kredite: Kreditvergabe von Privatpersonen an Privatpersonen mit hohen Zinsen.

NameRisikoRenditeLiquiditätmax. Anteil
Festgeld95%
Staatsanleihen90%
Tagesgeld100%
physiche Edelmetalle30%
ETFs (Indexfonds)80%
Immobilien80%
Rohstoffe30%
Offene Immobilienfonds50%
Unternehmensanleihen80%
Devisen50%
Aktien80%
Aktienfonds80%
Derivate30%
Hedgefonds30%
Kryptowährungen30%
P2P Kredite30%

Sichere Geldanlage

Wer eine besonders sichere Geldanlage sucht, muss in der Regel auf eine hohe Rendite verzichten. Auch in der Liquidität kann es zu Einschränkungen kommen. Die wohl sicherste Geldanlage ist das klassische Lagern auf einem Bankkonto. Falls die Bank pleite geht, gibt es eine Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Kunde je Bank. Die wohl mobilste Geldanlage ist das klassische Barvermögen.

Hierbei handelt es sich auch um eine sehr sichere Anlage, dass Risiko bzw. Unbehagen nimmt aber zu, wenn man bar einen Großteil seines Geldes mit sich führt. Eine weitere sehr sichere Geldanlage ist das früher so beliebte Sparbuch, das heute aber kaum noch Zinsen abwirft. Auch ein Tagesgeldkonto dient der sicheren Geldanlage.

Es verfügt über minimal höhere Zinsen und dient als zusätzliches Konto zum Girokonto, über die gesamte Höhe kann jederzeit verfügt werden. Das Festgeldkonto zählt ebenfalls zu den sicheren Geldanlagen, der Zins steigt mit der Laufzeit. Allerdings ist die Liquidität sehr schlecht, erst am Ende der Laufzeit kann über das Geld verfügt werden.

Eine weitere Gattung der sicheren Geldanlagen sind Anleihen mit hoher Bonität. Wer in Anleihen mit einem Triple A Rating investiert kriegt sein Geld mit höchster Wahrscheinlichkeit wieder, problematischer Weise gibt es für sichere Anleihen ebenfalls kaum noch Zinsen. Deutsche Staatsanleihen werfen aufgrund ihrer Sicherheit sogar nur einen Negativzins ab.

Dafür ist die Liquidität dieser Anlagen recht hoch. Auch Gold kann als physisches Edelmetall zu den sicheren Anlagen zählen. Wer einen Goldbarren oder Münzen kauft, verfügt über einen echten Materialwert. Während Papiergeld abgeschafft oder entwertet werden kann, hat Gold über die Jahrhunderte nicht nur gehalten, sondern sogar stark steigern können.

Damit verfügt Gold historisch sogar über eine hohe Rendite, ist im Alltag aber nicht sehr liquide. Dafür kann in einer ernsthaften Krise Gold neben Tabak und anderen Waren zur einzig liquiden Währung werden.

Geldanlagemöglichkeiten mit hoher Liquidität

Das klassische Bargeld oder Girokonto bietet die höchste Liquidität, da jederzeit damit gezahlt werden kann.

Ein Tagesgeldkonto bietet im Gegensatz zu dem klassischen Girokonto minimale Zinsen, zudem kann jederzeit Geld abgehoben werden.

Auch Aktien und Anleihen haben eine hohe Liquidität, da diese in der Regel jederzeit am Kapitalmarkt verkauft werden können. Devisen sind auf Fremdwährung lautende ausländische Zahlungsmittel.

Diese sind am Forex Markt handelbar, der sogar größer als der Kapitalmarkt ist und Devisen deshalb noch liquider als Aktien oder Anleihen sind.

Geldanlage Vergleich erklärt

Geldanlagemöglichkeiten mit hoher Rendite

 

Aktien

Wer an eine sinnvolle Geldanlage mit hoher Rendite denkt, liegt bei Aktien nicht falsch. Historisch verfügen Aktien inklusive reinvestierter Dividenden über die beste Performance aller Assetklassen. Da diese an der Börse täglich gehandelt werden ist die Liquidität sehr hoch. Dafür sind Aktien klar zu den volatilen und risikoreicheren Anlagen zu zählen und verfügen nur über wenig Sicherheit, sodass kurzfristig Verluste nicht unwahrscheinlich sind.

 

ETFs

ETFs halten Aktien von vielen verschiedenen Unternehmen und bilden ausschließlich einen Index nach. Es wird stark auf Diversifikation gesetzt, sodass die täglichen Schwankungen geringer sind. Dadurch sowie geringen Gebühren sind die Renditemöglichkeiten geringer, die Sicherheit aber etwas höher als bei Einzelaktien.

Wenn allerdings der ganze Aktienmarkt fällt, werden ETFs dasselbe tun. Laut mehreren Studien würden über 90 % aller Kleinanleger übrigens besser damit fahren ETFs zu kaufen, anstatt mit Einzelaktien den Markt schlagen zu wollen.

 

Aktienfonds

Bei Aktienfonds gibt es dagegen einen aktiven Fondsmanager, der gegen eine hohe Gebühr versucht den Markt zu schlagen. Leider gelingt es auch Profis nur sehr selten den Markt zu schlagen, sodass ETFs in den allermeisten Fällen die bessere Wahl sind.

 

Hedgefonds

Eine Spezialform stellen Hedgefonds dar. Diese sind nur wenigen wohlhabenden und erfahrenen Anlegern zugänglich und werden von den besten Fondsmanagern der Welt geleitet. Diese unterliegen kaum Auflagen und versuchen mit allen Mitteln besser als der Markt zu performen.

Aufgrund der hohen angestrebten Rendite werden oftmals auch risikoreiche Transaktionen durchgeführt, sodass jedes Jahr mehrere Hedgefonds pleitegehen. Wird dagegen eine hohe Rendite erzielt, profitieren die Hedgefondsmanager selbst extrem stark davon und bekommen große Boni.

 

Kryptowährungen

Eine populäre Geldanlage mit hoher Rendite sind ebenfalls Kryptowährungen. Ausgenommen hiervon sind jedoch sogenannte Stablecoins, die ausschließlich eine Währung wie beispielsweise den Dollar nachbilden sollen. Am populärsten ist ohne Zweifel Bitcoin, der durch seine begrenzte Anzahl inflationsgeschützt ist und für den immer wieder astronomische Kursziele aufgerufen werden.

Noch mehr Potenzial bieten natürlich neue, sehr unbekannte Kryptowährungen. Dafür grenzt das Risiko des Erfolgs hier dabei nahezu einem Casino. Zusätzlich sind unbekannte Coins nicht sehr liquide, während Bitcoin täglich unzählige Mal gehandelt wird.

 

P2P Kredite

Eine weitere Geldanlage mit hoher Rendite sind P2P Kredite. Hierbei wird Geld an Privatpersonen verliehen, die den Kredit im Laufe der Zeit tilgen und verzinsen sollen. Auch hier herrscht eine hohe Rendite aufgrund eines hohen Risikos, da die Schuldner nicht unbedingt die beste Bonität haben. Zudem sind P2P Kredite nicht sonderlich liquide.

Dafür gibt es mittlerweile oft einen Zweitmarkt, der doch den Kreditverkauf ermöglicht und damit die Geldanlage liquider erscheinen lässt. Viele Plattformen bieten zusätzlich mittlerweile sogenannte liquide P2P Fonds mit fester Rendite an, die für hohe Liquidität trotzdem noch relativ hohe Zinsen bieten.

 

Immobilien

Auch ein Investment in Immobilien kann eine hohe Rendite versprechen, wenn mit Fremdkapital gearbeitet wird. Je höher dabei der Fremdkapitalanteil, desto höher das Risiko und damit die Rendite. Immobilien sind dafür aber immobil und nicht sonderlich liquide.

Immobilien selbst schwanken nicht sehr stark und bieten eine vergleichsweise hohe Sicherheit, dass Risiko kommt vor allem durch den Bankkredit sowie eventuelle Mietausfälle oder einfach über einen überteuerten Kauf.

 

Derivate

Natürlich dürfen auch Derivate nicht vernachlässigt werden. Diese bilden einen Basiswert ab und bieten auf deren Wertentwicklung teilweise sehr große Hebel an, sodass das Potenzial und das Risiko gleichermaßen riesig sind.

Da auch dieser Markt recht groß ist, sind täglich handelbare Derivate recht liquide, aufgrund der enormen Anzahl verschiedener Produkte darf aber nicht verallgemeinert werden. Bestimmte Produkte können also auch illiquide sein. Der Großteil an Derivaten ist dabei Zockern vorbehalten und sollte nur von erfahrenen Anlegern genutzt werden.

Welches Portfolio passt zu mir?

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Konservative Anlage

Eine konservative Anlage ist hauptsächlich auf die Sicherung von Kapital aus.

80 % renditeschwache Anlagen

20 % renditestarke Anlagen

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Gemischte Anlage

Eine gemischte Anlage versucht einen Mittelweg zwischen einer Sicherung und einem Wachstum des Kapitals zu finden.

50 % renditeschwache Anlagen

50 % rendistarke Anlagen

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Wachstumsorientierte Anlage

Eine wachstumsorientierte Anlage ist hauptsächlich auf das Wachstum des Kapitals aus.

20% renditeschwache Anlagen

80% rendistarke Anlagen

Umschichtung einer Geldanlage

Auch wenn es Einsteigern vielleicht nicht schwerfällt, regelmäßig seine Geldanlage zu beobachten, kann sich das bei einem längerfristigen Zeithorizont schon einmal ändern. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn insbesondere über einen längeren Zeitraum können sich mehr Dinge als gedacht ändern. Beispielsweise haben einige ihrer Anlageformen überperformt und spiegeln ihre Anlagestrategie nicht mehr wieder oder Sie wollen diese selbst verändern.

Wenn Sie sich unsicher sind, ergibt es Sinn sich die Frage zu erstellen, ob die anfänglich gestellte Frage „Wie viel Geld will ich wie lange zu welchem Risiko bis zu welchem Ziel investieren?“ immer noch zu Ihrer Anlage passt. Falls Ihnen die Übersicht über Ihre Anlagen schwerfällt, bietet das Programm Portfolio Performance eine tolle Übersicht.

Allerdings sollten Sie eventuelle Veränderungen in der Zusammensetzung auch nicht zu ernst nehmen, dass es sich hierbei lediglich um Richtwerte handelt. Auch aus Kostensicht macht eine Umschichtung lediglich bei einem Vermögen von etwa 20.000 Euro, da beispielsweise Wertpapiertransaktionen ab 1 % des Ordervolumens schon als unwirtschaftlich bezeichnet werden dürfen.

Eine detaillierte Anleitung zur Umschichtung Ihrer Geldanlage finden Sie in den nachfolgenden Beiträgen.

Geldanlagemöglichkeiten erklärt

Vorbereitung vor Erreichen des Sparziels

Wenn Sie kurz davor sind Ihr Sparziel zu erreichen oder Teile Ihrer Geldanlage liquidieren wollen, sollten Sie Ihre Geldanlage umschichten. Daran führt kein Weg vorbei.

Wenn Sie nämlich Ihren Sparbetrag verwenden wollen, können Sie das Geld in der Regel nur vom Tagesgeldkonto für Ihre Wunschzwecke verwenden.

Dabei kommt es aber wieder auf die Portfoliogröße an: Ein Portfolio von einem Geldwert unter 20.000 Euro sollte aus Kostengründen nicht mehr als 2 Mal umgeschichtet werden.

Insbesondere risikoreiche und verbindliche Investments sollten aber nach und nach reduziert werden, sodass am Tag des erwünschten Sparziels nicht plötzliche, kurzfristige Schwankungen oder nicht liquide Mittel noch investiert sind.

Umschichtungen in einem konservativen Portfolio

Das konservative Portfolio ist größtenteils auf Sicherung des Kapitals aus. Risikoreiche Investments sind hier nur zu etwa 20 % vertreten. Handelt es sich hierbei um nicht liquide Mittel, sollten bereits frühzeitig Vorbereitungen getroffen werden, um am Tag des Sparziels wieder auf 100 % Cash zu sein.

Sind die renditestarken Investments aber einigermaßen liquide, ergibt eine Reduktion nicht viel Sinn, da auch negative kurzfristige Schwankungen nur einen kleinen Einfluss auf die Performance haben.

Wer aber eine vorzeitige Reduktion auf etwa 10 % anstrebt, wird, doppelt so hohe Kosten diesbezüglich haben und im Worst Case dabei nur noch halb soviel Geld in renditestarken Anlagen wie zuvor haben. Beim konservativen Portfolio macht eine Reduktion auch bei viel Kapital nur bedingt Sinn.

Umschichtungen in einem gemischten Portfolio

Ein gemischtes Portfolio besteht zu etwa 50 % aus renditestarken Anlagen und zu 50 % aus sicheren Anlagen. Wie beim konservativen Portfolio sollte dafür gesorgt werden, dass nicht liquide Mittel am Tag des Erreichens des Sparziels liquide gemacht wurden oder werden können.

Handelt es sich aber um einigermaßen liquide Mittel, muss persönlich und nach Vermögen entschieden werden. Wenn Sie mehr als 20.000 Euro besitzen oder ihre risikoreicheren Anlagen kostengünstig reduzieren könnt, ergibt es durchaus Sinn den risikoreicheren Anteil beispielsweise in zwei Schritten zunächst auf 25 % und erst dann komplett zu liquidieren.

Eine erste Reduktion kann beispielsweise nach 80 % der Anlagedauer erfolgen. Beim gemischten Portfolio macht es also mit genügend Kapital oder zu geringen Kosten Sinn, den risikoreichen Anteil früh genug schrittweise zu reduzieren.

Umschichtungen in einem wachstumsorientierten Portfolio

Ein wachstumsorientiertes Portfolio besteht zu etwa 80 % aus renditestarken Anlagen. Der sichere Hafen liegt bei 20 %. Zunächst sollte wieder dafür gesorgt werden, dass spätestens am letzten Tag alle Anlageformen liquidiert werden können. Aber auch ohne mit mittel liquiden risikoreichen Anlagen ergibt eine schrittweise Umschichtung Sinn.

Unter einem Kapital von 20.000 Euro sollten aus Vorsorge vor eventuellen negativen Schwankungen nicht mehr als zweimal liquidiert werden. Wir empfehlen eine kostengünstige Reduktion des renditestarken Anteils von 80 % auf 40 % nach etwa 80 % der Anlagedauer. Damit wird die Hälfte vorzeitig und der Rest am Tag der vollständigen Liquidierung veräußert.

Ein Vermögen von mehr als 20.000 kann je nach Kosten einer Umschichtung auch mehr als dreimal umgeschichtet werden, sodass das Risiko eines schwächeren Ausstiegs gedrittelt wird. Dieser Ausstieg kann beispielsweise von 80 % risikoreicher Anlagen auf 55 % und anschließend auf 30 % Anteil erfolgen, ehe im letzten Schritte alles liquidiert wird.

Da insbesondere ein Anleger mit einem Wachstumsportfolio an eine langfristig positive Entwicklung glaubt, sind mögliche Zeitpunkte der Umschichtungen bei 75 % und bei 90 % des Ansparbetrags sicherlich keine schlechte Wahl.